über die Familien

… der alles zerstörende Krieg hat die Familie in ihren Grundfesten erschüttern lassen. Kann man heute noch davon reden, daß die Familie die „Keimzelle des Staates“ ist?

Wer über vierzig Jahre im Schuldienst gestanden und seit dem Jahre 1905 den Umgang mit unserer deutschen Jugend gehabt, der kennt große Teile der heutigen Jugend nicht wieder! Was nützt Verdienst, was Geld und Gut, wenn das Kind ohne eine gute Erziehung zum Verbrecher wird?

Das Wort Erziehung wird nicht mehr groß geschrieben, die verheerenden Folgen dieser Unterlassung machen sich bereits in furchtbarer Weise bemerkbar. Staatlich besoldete sogenannte „Tagesmütter“ können eine in Haus und Hof schaltende und waltende Mutter niemals ersetzten! Die erziehliche Tätigkeit der Mutter im Haus, wenn sie ausgeschaltet wird, führt zum Ruin der Familie.

Zitat aus Schuchardt, Hans in „Die Willröder“, 1975

Otto Ziegler – 1436

Er Nikolaus Hildebrant * 1396 verheiratet sich mit Catharina Ziegler, Tochter des Patrizies und „Ritters vom heiligen Grabe“ Otto Ziegler in der Futtergasse.

‚Er‘ ist Teil des Vornamens…

(Quelle: Schuchardt, Hans: Die Willröder, S. 29)

Schuchardt, Hans – Die Willröder

… ein Heimat- und Familienbuch

Band 1

Der Ursprung der Willröder

erscheint 1975 im Verlag von Dr. Günter Schuchardt in Göttingen

erhalten aus dem Nachlaß von Walther Haage

Eine umfangreiche Auflistung von Quellen zur Geschichte der Familie Hildebrand, die auf dem Lehnsgut Willrode ihre Heimat hatten und bereits in alter Zeit in Erfurt ansässig waren.

Hans Schuchardt notiert in diesem Buch auch eine kurze Geschichte zu seiner eigenen Familie.

Marktstrasse

Die Prozession (1464) nimmt ihren Ausgang vom Rathaus die Straße1 entlang vor Claus Hildebrante hin über den Severhof, das Falloch ab, unter den Schilden hin.

(Quelle: Schuchardt, Hans: Die Willröder, S. 21)

  1. Marktstrasse? []

ein früher Ratsherr Bogk > Boock?

1427 – Hanse Hildebrante und Er Gunter Bogk, im Rate zu Erfurt gesessen

mit etwas Phantasie assoziiere ich hier gleich einen späteren Bürgermeister von Erfurt – Georg Boock – der Name taucht noch öfter in der Stadtgeschichte auf…

(Quelle: Schuchardt, Hans: Die Willröder, S. 21)

Glossar

hilfreiche Notizen und allgemeine Begriffserklärungen

siehe auch Ortsnamen oder Namen von Personen

  • gener eius – sein Schwiegersohn
  • filius – Sohn
  • ortulanus – Stiftsgärtner
  • Faber – Schmied
  • Kumpane, Ratskumpan – frühe Bezeichnung für Ratsherr

Ortsnamen

  • Schelmerode – Schellroda (Geotagging ergänzen?)
  • Wilderode – Willroda
  • Georgentaler Hof – Erfurt, Mainzer Hofplatz
  • Hungerbachgut – Erfurt, nahe Marbach
  • fünf Hufen – (vermutlich ein Hof/Haus) in Marbach
  • unter der Herrenberge – heute Herrenberg bei Melchendorf (Erfurt)

Universität Erfurt – frühe Erwähnung 1080

Eine Nachricht über die Erfurter Schulen aus dem ‚Skardsarbok‘ (Island, Ende 11. Jahrhundert).

Der isländische Bischof Isleifr wird zitiert, der das „Fasten verordnete, so wie man es zu Erfurt im Sachsenlande tat, wo der Bischof zur Schule gewesen war„.

Vermutlich war das die am Marienstift angegliederte spätere Domschule.

nach: Schuchardt, Hans: „Die Willröder“, 1975