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Projekte in Bearbeitung

  • Recherche: was hat ein Vulkan in Asien mit der Familie Haage zu tun?
  • Wer war Therese Schall und warum wurde nach ihr eine Petunia benannt?
  • Familiengeschichte – Haage – 325 Jahre Gärtner in Erfurt
  • Vervollständigung der Geschichten zu Einzelpersonen und Unternehmen
  • hier ist eine Übersicht über Haages in ganz Deutschland als Selbständige

Das Haage-Denkmal – eine Skizze

Gedenkstein Friedrich Adolph Haage 1995

Eine laufende Sammlung von Notizen und mir bekannten Informationen …

Friedrich Adolph Haage ist neben seiner sehr erfolgreichen Tätigkeit als Gärtner intensiv ehrenamtlich tätig.

Unter anderem engagiert er sich im Gartenbauverein und im Stadtverschönerungsverein (1841 gestiftet – von wem?, geht angeblich als Ableger des Gartenbauverein hervor) in seiner Heimatstadt Erfurt. Später wird er zum Ehrendirektor des letzteren ernannt. (wann?, Quellen?)

Zu dieser Zeit finden in Erfurt die ersten Gartenschauen statt, in der Erfurter Gärtner ihr Können zeigen.

Gedenkstein für Friedrich Adolph Haage - erste Version
Gedenkstein für Friedrich Adolph Haage – erste Version

Noch heute sichtbares Ergebnis seines Handelns: die Anlage von Wander- und Flanierwegen im Erfurter Steigerwald. Gemeinsam mit General-Leutnant August von Hedemann setzt er dieses Projekt in die Realität um.

Nach seinem Tode am 20.9.1866 widmet der Verschönerungsverein Friedrich Adolph Haage ein Denkmal. (Standort, Schöpfer?)

Die Umgebung des Gedenkstein lässt die Vermutung zu, es handelt sich um die sogenannte Felsengrotte, auf die es in einem älteren Katalog einen Hinweis gibt.Denkmal Friedrich Adolph Haage - Grotte

Möglicherweise gibt es vom oben erwähnten Grabmal (auf dem Friedhof der Erfurter Reglergemeinde: gab es eine Umbettung nach der Auflassung – wenn ja, wohin?) noch ein Bild im Haag’schen Archiv. Das gezeigte Portrait ist möglicherweise kopiert worden.

Sofern das ursprüngliche Denkmal auf dem Gelände der Gärtnerei seinen Platz hatte, dann wäre eine mögliche weitere Vermutung, die Stadt Erfurt hat das Denkmal nach dem gezwungenen Standortwechsel der Gärtnerei von Friedrich Adolph Haage in den Steigerwald umgezogen. Diese These ist zugegeben sehr vage.

denkmal_f_a_haage_steiger_1934_Im Jahr 1934 wurde das Denkmal im Hopfengrund am Fuße des Steigerwald erneuert. Die Entwürfe dazu stammen vom Architekt Prof. Hans Söhlemann, dem Schwiegervater von Walther Haage (gibt es dazu Unterlagen?).

Die Basis des Denkmals ist heute noch am selben Ort im Steiger zu finden.

Der Aufsatz und auch die Gedenkplatte mit Medaillon und Widmung für Friedrich Adolph Haage ist nicht mehr dort.
Statt dessen befindet sich an dem Platz nun eine Gedenkplatte für August von Hedemann. Dessen Anlage auf dem gegenüber liegenden Hügel ist kaum noch aufzufinden.

Gedenkstein Friedrich Adolph Haage 1995
Gedenkstein Friedrich Adolph Haage 1995

Der Gedenkplatte für Friedrich Adolph Haage wird seit dem Krieg von der Familie Haage auf dem Gelände der Gärtnerei verwahrt und harrt dort seiner Wiederverwendung.

Über die Gründe, weswegen die Platte für Friedrich Adolph Haage sich nicht mehr an ihrem rechtmäßigen Platz befindet – ist nichts bekannt.
Gerüchte halber soll es in den vierziger Jahren ein weiteres mal Vandalismus gegeben haben.
Diesmal Nazis auf dem Weg zur Schießanlage.

 

Weiterführende Informationen:

Im Thüringer Naturbrief :

Haage-Denkmal, erneuert, versetzt
Standort: Blumenstraße 68, auf Firmengelände Kakteen-Haage
Schöpfer: ? 1934 durch Prof. Hans Söhlemann, Schwiegervater von Walther Haage, erneuert
Einweihung: 1866
Inschrift unter dem Portrait-Medaillon: „FRIEDR. AD. HAAGE / ZUM / GEDÄCHTNIS“

Friedrich Adolph Haage (1796 – 1866) war ein hervorragender Kultivateur, leidenschaftlicher Kakteenzüchter, erfolgreicher Kaufmann und wurde mit seiner Handelsgärtnerei ein Mitbegründer des Versandhandels im deutschen Gartenbau.
Er war Mitbegründer des Erfurter Gartenbauvereins.

Nach seinem Tod am 20. September 1866 errichtete der „Erfurter Verschönerungsverein“ in Würdigung seiner Leistungen und Verdienste für die Stadt Erfurt ein Denkmal im Hopfengrund im Steiger.
Dazu stellte die Familie dem Verschönerungsverein das ursprüngliche Grabmal mit einem Portrait-Medaillon zur Verfügung.

Durch Vandalismus beschädigt, wurde es 1934 durch die Stadt noch einmal erneuert und am Hedemannsweg im Steiger aufgestellt.

Heute befindet sich das Denkmal wieder in Familienbesitz. (DT)

auf wikipedia:

Er war Mitbegründer des Erfurter Gartenbauvereins und wurde später dessen Ehrendirektor. Verdient machte er sich um den Erfurter Steigerwald. Gemeinsam mit August von Hedemann  ließ er Wege im Waldgebiet anlegen, um dieses für die Erfurter Bürger zu erschließen. Aus Dank errichtete der „Erfurter Verschönerungsverein“ nach seinem Tod dort ein Denkmal für ihn.

Dr. Ilsabe Schalldach schreibt in ‚Blumenstadt Erfurt‚ (Baumann / Raßloff):

… Aber nicht nur in seiner eigenen Gärtnerei war Friedrich Adolph Haage tätig, sondern auch zum Wohle der Allgemeinheit. Haage wurde 1834 zum Stadtverordneten gewählt. Er war von Anbeginn Vorstandsmitglied des 1838 gegründeten Gartenbauvereins in Erfurt und führte ihn auch durch die Wirren des Revolutionsjahres 1848. Zahlreiche Gartenbauausstellungen gingen auf die Initiative, Vorbereitung und Durchführung des Gartenbauvereins zurück, bei denen sich Friedrich Adolph Haage als Preisrichter wie auch als Aussteller beteiligte. Zahlreich sind die Preise, die er auf der Gartenbauausstellung 1865 erhielt.

Zunächst als Ausschuß innerhalb des Gartenbauvereins entstanden, gründete sich 1841 der „Verein zur Verschönerung der Stadt Erfurt und ihrer Umgebung“. Diesem sind die Verschönerung und Verbesserung von Promenaden und Plätzen in und um Erfurt, sowie die Erschließung des Steigerwaldes durch gepflegte Wege zu verdanken. Auch im Verschönerungsverein wirkte Haage in den ersten fünf Jahren als 2. Direktor, danach als Mitglied des Vorstandes…

… Am 20. September 1866 verstarb Friedrich Adolph Haage. Ein Denkmal im Hopfengrund des Steigers würdigte seit 1894 seine Leistungen für die Stadt Erfurt. Dazu stellte die Familie dem Verschönerungsverein das ursprüngliche Grabmal mit einem Portrait-Medaillon zur Verfügung. Durch Vandalismus beschädigt, wurde es 1934 noch einmal erneuert und am Hedemannsweg im Steiger aufgestellt. Heute befindet sich das Denkmal wieder in Familienbesitz.

zu Hedemann findet sich in Wilhelm von Tettau – Erfurt in seiner Vergangenheit und Gegenwart (1868, 1880), Seite 123 unter „Vergnügungen“

… Außerhalb der Wälle besitzt Erfurt ein wahres Juwel in seinem Steiger, einer mit dichter Laubholzwaldung bedeckten Anhöhe, welche fast eine Stunde breit und von Promenadenwegen nach allen Richtungen durchschnitten ist. Wunderbar schön ist die Aussicht von dort über den an seinem Fuße liegenden Treuenbrunnen, die reichbetürmte Stadt, das Gerathal mit dem Dorfe Hochheim, die Cyriaksburg, weit in das Thüringer Land hinein. Die Hauptpunkte im Steiger sind die Friedrich-Wilhelmshöhe mit dem zu Ehren König Wilhelm III. errichteten Obelisk, vor welchem sich der Augustapark ausbreitet, und die sogenannte Hochheimer Ecke mit der Eiche. Auf einer Anhöhe neben dem durch den Hopfengrund führenden Fußwege soll jetzt dem Generallieutnant v. Hedemann, der sich um diese Anlage sehr verdient gemacht hat, ein Gedenkstein errichtet werden…

weitere Links:

 

Zum Ende eine Randbemerkung über den Ursprung des Zentralverband Gartenbau:

… noch mag bemerkt werden … daß auch der 1873 hier gegründete Verband deutscher Gärtnervereine oder, wie er gegenwärtig heißt, Deutscher Gärtner-Verband, seit 1879 hier sein Domicil und Büreau hat, sowie hier die von diesem herausgegebene: Deutsche Gärtner-Zeitung erscheint.

Weiter finden sich im Stadtarchiv Aufzeichnungen:

Gartenbau-Verein Erfurt (1838-1933; 3,9 lfm)
Gärtnerverein Flora (1866-1916; 4 AE)
Gesellschaft zur Beförderung des Gartenbaus im Deutschen Reiche (1871-1872; 1 AE)

ein Walter Haage aus dem dritten Reich

Walter Haage (ohne H) veröffentlicht um 1942/43:

Nordmährerland.
Hefte für Kultur und Wirtschaft
Jahrgang 1943 Heft 1.
Walter Haage in Olmütz.
96 Seiten, 8°, kartoniert mit Abbildungen
Dazu eine Beilage „Beiträge zur nordmährischen Sippen- und Volksforschung“
und noch mehr Bücher:
  1. Sinnige und unsinnige Reimereien mit der Erdgeschichte. Aus mährischer Scholle
    Kullil, Olmütz 1943
  2. Olmütz – Wesentliches und Wissenswertes
    Verlag Laurenz, 1943
  3. Abriss der Geschichte der Stadt Kremsier bis 1850
    L. Kullil, Olmütz, 1942
  4. Der Kampf um Olmütz vor 300 Jahren
  5. Nordmährische Volkslieder, Gesammelt und seinen Landsleuten gewidmet
Weitere Details habe ich zu Walter ohne H allerdings nicht entdecken können. Auch nicht, ob es einen Haage – Zweig in Olomouc (Olmütz) gibt oder gab und auch nicht, ob oder welche Verbindung dahin besteht.
Auf einer amerikanischen Seite finde ich zum ersten Buch die Anmerkung: „Herausgegeben von Walter Haage, Kreispropagandaleiter der NSDAP“.
Kreispropagandaleiter.
Hm.
Bei der Gelegenheit fallen mir viele Bücher meines Großvaters Walther Haage (mit H) auf, bei deren Autorenname eben dieses entscheidende H fehlt.
Irreführend.

Haage sendet Pflanzen nach Sotschi – um 1886

Schön wenn die Informationen so zusammenkommen …

Heute ein Anruf:

„… ich hab da einige interessante Informationen in einem alten Buch gefunden …

… schauen Sie doch mal in Ihren Unterlagen nach, welche Pflanzen Sie da nach Sotschi geschickt haben und ob davon vielleicht noch was steht.“

Spannend, was die Ahnen so alles gemacht haben. Dieser Bericht findet sich in

Pontus - Radde

‚Das Ostufer des Pontus‘ (Radde & König):

Wir machten nun einen Gang durch die Schulen. Ihnen entlang zur Seite eine breite Allee von Wallnußbäumen, die schnurgerade zum Abhange leitet, auf welchem am Rande des Parkes das Herrenhaus, die Faßbinderei sich befinden und unten der riesig große Keller dreistöckig in behauenem Kalkstein erbaut wird. Darin finden 300 000 Eimer Wein bequem Platz. Wir wanderten langsam durch die Schulen. Die Stammwildlinge der Rosen werden aus dem Walde geholt, mit 5 Kop. das Stück bezahlt, sind 1 1/2 m hoch, die Rinde wird bis zur stärkeren Bewurzelung der Exemplare mit Lehm bestrichen, damit die Sonne sie nicht unmittelbar treffe. Alles gedieh auf das Üppigste. Die Weltfirmen Villmorin in Paris, Haage & Schmidt in Erfurt, Spat, Schenkel, Ottomann, hatten neuerdings ihre Sortimente der ausdauernden Dekorationspflanzen eingesandt, darunter kleine Coniferen in 20 000 Exemplaren. All das stand im freien Lande, natürlich jetzt noch unter starkem Schattenschutze, und gedieh fast ohne Verlust erfreulich, trotz langer Reise. Agaven, Cycas und etliche Palmenarten halten auch hier im Freien Lande aus…

(Beschrieben wird hier die Anlage des Gutsherren Chludow, am Sotschibach gelegen. Wer nachlesen mag: Das Ostufer des Pontus, Seite 76)

Die Weltfirma Haage & Schmidt sendet 1886 Pflanzen nach Sotschi
Die Weltfirma Haage & Schmidt sendet 1886 Pflanzen nach Sotschi

Zwei Seiten zuvor wird der Garten von deutschen Siedlern beschrieben:

Von den ersten Kolonisten sind nur noch vier Familien erhalten geblieben …

… diese Deutschen sind wohlhabende Leute. Ich besuchte ihre Kolonie am 27. Juni. Vor dem Hause Pfeiffers liegt ein hübsches Gärtchen mit ein paar Cypressen, ein paar Hybiscusbäumchen, zwei blühende Yuccas, schöne Rosen und viel schreiendgelbe Calendula. Die Wohnräume fand ich durchaus sauber, sogar Gardinen und Portièren und sehr gute Möbel darin; auch an Musik fehlte es nicht. …

Nun findet sich in unserem Archiv kaum eine Aufzeichnung, geschweige denn Geschäftsbücher der Firma Haage & Schmidt, die ja eine andere Haage-Linie als die unsere ist. Meine Erfahrung hat mir gezeigt, auch die Suche nach Aufzeichnungen über unsere eigenen Exporte nach St. Petersburg waren nicht von Erfolg gekrönt.

Dennoch ist es immer wieder hilfreich, auch kleine Informationsfragmente zu notieren, oft kann später daraus ein Bild entstehen.

 

Australia calling – Obst aus Erfurt

… nun gut, vielleicht nicht direkt.

So war das:

Eben bekomme ich einen Anruf aus dem Deutschen Gartenbaumuseum, dort gab es unlängst einen Besuch aus Adelaide, Australien. Zwei Herren, die aus dem Botanischen Museum / Botanischen Garten kamen – auf der Suche nach historischen Obstsammlungen sind.

Interessante Information für uns: genau eine solche historische Obstsammlung hat Kakteen-Haage gegen Ende des 19. Jahrhunderts nach Australien geschickt – mir war das bislang nicht bekannt.

Die Verbindung nach Adelaide ist hingegen schon länger bekannt – die mit den Haages verwandte Familie Schomburgk ist an der Begründung des Botanischen Gartens beteiligt gewesen.

Ich bin gespannt, wie diese Geschichte weiter geht …

Haage’sche Publikationen

Die Bücher der Haages. In einem Manuskript über die Familie Haage las ich kürzlich:

Die Haages sind nicht nur Gärtner, sie veröffentlichen ihr Wissen auch in Büchern.

Regelmäßig schaue ich seit Jahren durch die einschlägigen Internetportale. Früher mehr auf der Suche nach Büchern meines Großvaters, inzwischen auf der Pirsch nach unbekannten Werken – und so hat sich doch schon eine ganz hübsche Sammlung entwickelt – hier sind meine – völlig unvollständigen Haage-Werke:
(alle nach Haage sortiert ungeachtet der Art der Beteiligung am Werk)

  1. Haage (Rektor); Prof. C. Schirmer    Progamm der königlichen Realanstalt in Esslingen zum Schluss des Schuljahres 1901/02. – Inhalt : 1. „Über Alt-Esslingen“ von Prof. C. Schirmer 2. Schulnachrichten von Rektor Haage
  2. Haage, Walter   NORDMÄHRERLAND – Hefte für Kultur und Wirtschaft. Jahrgang 1942. Heft 3., Pechold;
    Der Kampf um Olmütz vor 300 Jahren ; Harrer, Das Theßtal;
    Haage, Abriß der Geschichte der Stadt Kremsier und weitere
  3. Haage, A.; Harry von Bargen, R. Behrendt, U. Bohnenkamp, F. Fiehler, A. Haage, K. Pickshaus, Gero von Randow und R. Schlitt    Vom Widerstand zur Reformbewegung. Soziale Bewegungen in Krisenregionen     ISBN: 3888070589
  4. Haage, B.    Der Traktat „Von dreierlei Wesen der Menschen“. Diss., 1968
  5. Haage, B. D.    Das gereimte Pestregimen des Cod. Sang. 1164 und seine Sippe, 1977
  6. Haage, Berhard Dietrich (Hrsg.); BAUER, Gerhard    Festschrift für Gerhard Bauer zum 65. Geburtstag
  7. Haage, Bernd    Lisa und die Himbeervampire, 2007    ISBN: 340109238
  8. Haage, Bernhard    Die Pfefferkörner 04. Trickbetrüger und andere Gauner    ISBN: 9783505124686
  9. Haage, Bernhard    NetObjects Fusiom 5/MX    ISBN: 3815821320
  10. Haage, Bernhard    Das große Buch NetObjects Fusion 5.     ISBN: 3815821320
  11. Haage, Bernhard / Stichler, Mark    Endlich Samstag! – Band 4: Falsches Spiel im Studio    ISBN: 9783833937330
  12. Haage, Bernhard / Stichler, Mark    Endlich Samstag! – Band 2: Nervenstress und Lampenfieber    ISBN: 9783833937316
  13. Haage, Bernhard / Stichler, Mark    Jagdfieber    ISBN: 9783833937026
  14. Haage, Bernhard / Stichler, Mark    Endlich Samstag! – Band 3: Zickenkrieg beim Videoclip    ISBN: 9783833937323
  15. Haage, Bernhard D. (Hrsg.)    Sternzeichen aus einem alten Schicksalsbuch, Jungfrau
  16. Haage, Bernhard D.; Bauer, Gerhard    Einführung in die Diachrone Sprachwissenschaft – Ein Lehr-, Studien- und Übungsbuch für Germanisten
  17. Haage, Bernhard Dietrich    Alchemie im Mittelalter. Ideen und Bilder – von Zosimos bis Paracelsus, 2000
  18. Haage, Bernhard Dietrich    Studien zur Heilkunde im Parzival Wolframs von Eschenbach, 1992     ISBN: 9783874528061
  19. Haage, Bernhard Dietrich    Das gereimte Pestregimen des Cod. Sang. 1164 und seine Sippe. Metamorphosen eines Pestgedichtes. 1977    ISBN: 392145607X
  20. Haage, Bernhard Dietrich (Hrsg.)    Granatapfel. Festschrift für G. Bauer zum 65. Geburtstag.
  21. Haage, Bernhard Dietrich (Hrsg.)    Das Arzneibuch des Erhart Hesel – Göppinger Arbeiten zur Germanistik Nr. 88.
  22. Haage, Bernhard Dietrich; HARTMANN VON AUE. OKKEN, L.    Kommentar zur Artusepik Hartmanns von Aue. M. Anhang: Die Heilkunde und Der Oouroboros von Bernhard Dietrich Haage.
  23. Haage, Bernhard Dietrich; Keil, Gundolf; Werner E. Gerabek    Enzyklopädie Medizingeschichte, 3 Bde., 2007    ISBN: 9783110197037
  24. Haage, Bernhard Dietrich; Wegner, Wolfgang    Deutsche Fachliteratur der Artes in Mittelalter und Früher Neuzeit, 2007    ISBN: 9783503098019
  25. Haage, Bernhard; Stichler, Mark    Endlich Samstag! 02. Nervenstress und Lampenfieber    ISBN: 9783833937316
  26. Haage, Bernhard; Vonhoegen, Helmut     Das grosse Buch zu Excel Add-in    ISBN: 3890115500
  27. Haage, Carl Friedrich Heinrich Albrecht    Spicilegium Observationum Ad Cleonis Orationem Thucyd. L. III. C. 37. Sqq     ISBN: 9781149748985
  28. Haage, Chas. F.; Montgomery, Morton    Lecture on the Life and Times of Conrad Weiser, The First Representative Man of Berks County
  29. Haage, Cl.    Verhaltungsregeln mit Erläuterungen für Dampfkessel-Heizer und Dampfmaschinenwärter, 1912
  30. Haage, D.    Sternzeichen aus einem alten Schicksalsbuch, Zwillinge; und weitere …
  31. Haage, D. und weitere    BEITRAEGE ZUR GESCHICHTE DER STADT VECHTA. – Geschichte der Stadtapotheke in Vechta
  32. Haage, Erich    Die Stiftskirche zu Herrenberg. Kreis Böblingen. Evangelische Pfarrkirche
  33. Haage, Fr. (resp.); HÄBERLIN, Georg Heinrich (praes.)    Torus clericorum. – Über die Priesterehe oder Kritik der katholischen Lehre, dass der Stand der Jungfräulichkeit und des Zölibats seliger sei als der Ehestand. 1691
  34. Haage, Friedrich Adolph    Cacteen-Cultur oder Handbuch für Cacteenfreunde und Liebhaber von succulenten Pflanzen, sowohl für Gärtner als Laien. Mit vielen Illustrationen.Breslau, Schlesische Buchdruckerei, Kunst- und Verlags-Anstalt vormals S. Schottlaender, ca. 1892. 8vo. About 75 illustrations in text (3 full-page). First edition of a practical cactus handbook, including their cultivation and their use as ornamental plants
  35. Haage, George D.    My Memoirs, 1964
  36. Haage, Gregory Alan    The Real Deal: Following Jesus 101     ISBN: 9781418446338
  37. Haage, Hans    Die Vertragsklauseln cif, fob, ab Kai unter Berücksichtigung der Trade Terms
  38. Haage, Hans    DAS ABLADEGESCHÄFT – Ein praktisches Handbuch für Kaufleute und Juristen, 1951
  39. Haage, Hans-Dieter    Maschinenkunde. Kraft- Und Arbeitsmaschinen    ISBN: 9783446119772
  40. Haage, Hans-Dieter, Manfred Knipfelberg und Klaus-Dieter Kühn    Fertigungstechnik    ISBN: 9783184005580
  41. Haage, Hans-Friedrich    Kakteen    ISBN: 3800141914
  42. Haage, Hans-Friedrich    Kakteen – Frische Ideen für Zimmer, Balkon und Garten    ISBN: 9783800146437
  43. Haage, Heinz    Ausbildungsrecht Medizin    ISBN: 9783826101496
  44. Haage, Heinz    Theorien der sozialen Kontrolle und des sozialen Lernens in der Kriminologie Eine kritische Bestandsaufnahme des Beitrags der Kontrolltheorien und ausgewählter anderer Theorien zu einer Theorie des sozialen Lernens in der Kriminologie, 1995    ISBN: 9783631491034
  45. Haage, Helga (Übersetzung); Autor: Rubin, Theodore Isaac    Ärgere dich gesund, 1971    ISBN: 3550077645
  46. Haage, Helge    Orotgrafiens psykologiska och pedagogiska problem. En utredning och en nyorientering, Göteborg 1920
  47. Haage, Imme (Übersetzung); Wolfgang Clement (Vorwort), Karl Rohe (Vorwort), Stefan Lengyel (Vorwort), Lin Lambert, Nadine Spachtholz, Bolz, Sturm, Bruder, Blumberg (Illustrator), Dunsche (Illustrator), Fechner (Illustrator)    Industrial Design Studium in Essen. Von der Folkwangschule für Gestaltung zur Universität Essen     ISBN: 393132625X
  48. Haage, Johannes    Heinrich Luden. Seine Persönlichkeit und seine Geschichtsauffassung, 1930
  49. Haage, John L.    Highlights of Tin Pan Alley    ISBN: 9781569220191)
  50. Haage, Karl    Erlaabtes und Erluuschtes. Kunterbointe Geschichten us unser ahlen Schtaadt Müllhusen.
  51. Haage, Karl    Christel und Fried. – Mühlhausen. – Mundart, 1940
  52. Haage, Ludwig    Ärforder Blommkuhl, 1926
  53. Haage, Melanie (Design); George Foreman, Connie Merydith,     The George Foreman Lean Mean Fat Reducing Grilling Machine Cookbook     ISBN: 1929862032
  54. Haage, Peter    Das Buch der Getränke
  55. Haage, Peter    Der Partylöwe, der nur Bücher fraß. Egon Friedell und sein Kreis
  56. Haage, Peter    Ludwig Thoma – Mit Nagelstiefeln durchs Kaiserreich
  57. Haage, Peter    Vom großen Trinken – Alles über erfrischende, anregende, berauschende und lebensweckende Getränke
  58. Haage, Peter    Wilhelm Busch
  59. Haage, Peter    Wilhelm Busch. Ein weises Leben. Mit zahlr. Abb.,
  60. Haage, Peter    Ludwig Thoma mit Nagelstiefeln durchs Kaiserreich.
  61. Haage, Peter    Ludwig Thoma    ISBN: 3570054918
  62. Haage, Peter (Darsteller, u. a.); Neil Shicoff, Michael Halliwell, Simon Estes, Heinz Kruse, Peter Haage, Ude Krekow, Dieter Weller, Britt Marie Aruhn u. a.    Programmheft Hamburgische Staatsoper 1981 – Christoph von Dohnanyi; Dannenberg Peter
  63. Haage, Peter (Hrsg.)    Egon Friedells Konversationslexikon    ISBN: 9783257201055
  64. Haage, Peter (Hrsg.), Friedell, Egon (Autor)    Wozu das Theater? Essays, Satiren, Humoresken
  65. Haage, Richard (Nachwort); Stifter, Adalbert    Der beschriebene Tännling : Erzählung.
  66. Haage, Rolf    Weimar Ein Führer durch die Stadt     ISBN: 3866802102
  67. Haage, Sixten    Brussel. Bruxelles. Grafik 1988–1990, 1990
  68. Haage, Sixten./ Lundquist, Svenrobert    Grafik för publik, 1979
  69. Haage, Sybille    Edgar Allan Poes „Tales of the Folio Club“ : Versuch der Rekonstruktion einer zyklischen Rahmenerzählung, 1978    ISBN: 3261026804
  70. Haage, U.; Hardeck, E.; Hoffmann, H. W. (Hrsg.)    VERBUNDKATALOGISIERUNG – VERBUNDKATALOG. Das Online-Verbundsystem des Hochschulbibliothekszentrums Nordrhein-Westfalen.
  71. Haage, Ulrich    Das Puffbohnenkochbuch
  72. Haage, Ulrich; Manck, Ulrich    Das Kaktuskochbuch
  73. Haage, Ulrike    Exakte Vision    ISBN: 9783880300422
  74. Haage, Ulrike    Pianoscope    ISBN: 9783931788254
  75. Haage, Ulrike; Voswinckel, Ulrike    Exakte Vision. Helen Hessels “ Jules & Jim“    ISBN: 3880300429
  76. Haage, Ute, Mayrhofer, Rita und Studer, Heide    Gärten gestalten    ISBN: 9783704019554
  77. Haage, V.    Jesus der 7. und letzte Adam. Die Wiedergeburt in der Schrift.
  78. Haage, Walter    Abriss der Geschichte der Stadt Kremsier bis 1850, 1942
  79. Haage, Walther    CACTI AND SUCCULENTS. A Practical Handbook, 1963
  80. Haage, Walther    Das praktische Kakteenbuch in Farben
  81. Haage, Walther    Freude mit Kakteen. Ein Ratgeber für Pflege, Vermehrung und richtige Benennung der schönsten Kakteen
  82. Haage, Walther    Schöne Kakteen richtig pflegen
  83. Haage, Walther    Das praktische Kakteenbuch in Farben – neuzeitl. Pflege und Auswahl der schönsten Kakteen, Mittagsblumen und anderer Sukkulenten
  84. Haage, Walther    Das praktische Kakteenbuch in Farben. Neuzeitliche Pflege und Auswahl der schönsten Kakteen, Mittagsblumen und anderen Sukkulenten    ISBN: 3788802774
  85. Haage, Walther    Freude mit Kakteen
  86. Haage, Walther    Freude mit Kakteen
  87. Haage, Walther    Freude mit Kakteen. Ein Ratgeber für Pflege, Vermehrung und richtige Bennenung der schönsten Kakteen
  88. Haage, Walther    Das praktische Kakteenbuch in Farben – Neuzeitliche Pflege und Auswahl der schönsten Kakteen – Mittagsblumen und anderen Sukkulenten
  89. Haage, Walther    Schöne Kakteen richtig pflegen
  90. Haage, Walther    Freude mit Kakteen. Ein Ratgeber für Pflege, Vermehrung und richtige Bennenung der schönsten Kakteen
  91. Haage, Walther    Het praktische cactusboek in kleuren : moderne kweekmethoden, een keuze uit de mooiste cactussen, middagbloemen en andere succulenten
  92. Haage, Walther    Cacti as House Plants, 1996    ISBN: 0289368170
  93. Haage, Walther    Samlerens store kaktusbog. Moderne kulturanvisninger og et udvalg af de smukkeste kaktur, middagsblomster og andre sukkulenter
  94. Haage, Walther    Kaktusboken. Kakteer, middagsblommor, andra suckulenter, 1967
  95. Haage, Walther    Guide des Cactus, 1970
  96. Haage, Walther    Die Welt der Pflanze – Kakteen
  97. Haage, Walther    Die Welt der Pflanze – Euphorbia
  98. Haage, Walther    Kakteen von A bis Z; Ein Ratgeber für den Kakteenfreund mit Kurzbeschreibung der wichtigsten bis Ende 1979 benannten Gattungen und Arten von Kakteen sowie der dazugehörigen Wissensgebiete
  99. Haage, Walther    Cacti and Succulents     ISBN: 0289707633
  100. Haage, Walther (bearbeitet und Anhang); Autor: Backeberg, Curt    Das Kakteenlexikon    ISBN: 3437201794

Haage-Geschichten

Liebe Mitenkel, Urenkel, liebe Kinder, liebe weite Verwandtschaft, eine meine kleine Geschichte:

Vor über 30 Jahren wohnte nicht weit von der Cactusfarm in Erfurt eine Familie Schlefers. Kurioserweise gleich neben der Abdeckerei.

Die Abdeckerei gibt es heute nicht mehr. Was aus der Familie geworden ist weiß ich auch nicht. Aber ich bin früher gern dort hingegangen. Ich kann mich zwar nicht mehr erinnern warum, aber ich war gerne dort.

Herr Schlefers hatte ein großes Aquarium in seinem Wintergarten. Mit riesigen Skalaren drin, auf die war er mächtig stolz. Er erzählte mir, einmal ist die Frontscheibe durch eine Druckwelle (im Krieg, oder durch einen Düsenjäger) geplatzt. Danach zappelten alle Fische auf dem Teppich.

In der Küche gab es auch Fische. Die Küche roch speziell und war so, wie ich mir eine bäuerliche Küche vorstelle, gleich durch die Tür geht’s in den Stall.

… Fisch: wenn ich lange genug blieb, wurde ich manchmal zum Abendbrot eingeladen. Ich erinnere mich an Ölsardinen oder Dorschleber. Lecker! Die Dosen rollte Herr Schlefers mit viel Brimborium mit einem siffigen Drahtöffner auf. Danach war mir kotzübel, der fettige Fisch ging mir im Magen herum und Frau Schlefers wollte mir gleich Rizinusöl verabreichen, meinte „ich hätte was unrechtes gegessen“.

Ich bin ganz schnell nach Hause gerannt, denn dass kam mir komisch vor, von Rizinus hatte ich noch nie gehört und die haben sich auch so vielsagend angeguckt dabei. Zuhause hab ich dann gefragt, was Rizinus macht. Dann war mein Bauch gleich wieder gesund.

Warum ich das aufschreibe? Ich – und zeitgleich auch Alfred auf Korsika sammeln gerade Anekdoten und Erinnerungen aus unserer Familie. Wir schreiben Sie auf und vielleicht gibt es irgendwann ein kleines Buch mit den gesammelten Haage-Geschichten. Wenn Du auch ein eigenes Erlebnis hast, schreib es auf, oder erzähl es mir, oder uns allen.

*Uli*

Ulrich Haage

Theodor Rümpler im Jahr 1882 über die Haage-Ahnen

Aus Rümpler: Festschrift „125 Jahre Friedrich Adolph Haage jun.“ und „Illustriertes Gartenbaulexikon“, Theodor Rümpler, Verlag Paul Parey Berlin 1882

Haage – Der älteste nachweisbare Ahne1 der Gärtnerfamile Haage in Erfurt war Johann Heinrich Haage, geboren um 1735, die drei Söhne desselben wurden gleichfalls Gärtner, Franz Anton, Johann Nicolaus und Joachim.

Der erste dieser Söhne begründete die noch heute unter seinem Namen bestehende Samenhandlung. Sein Sohn Bernhard, geboren 1800, widmete seine ganze Kraft dem Geschäfte seines Vaters und führte es später für eigene Rechnung fort. Ihm entstammen vier noch lebende Söhne, von denen Franz August, geboren 1830, in das Vatererbe eintrat und es nach und nach in den verschiedensten Richungen, insbesondere im Anbau von Gemüse- und Blumensamen, erweiterte, Louis aber, geboren 1839 im Dreienbrunnen [Verweis siehe unter Thüringen] Gemüsebau betreibt. Auch die Söhne und Enkel von Johann Nicolaus blieben bis auf den heutigen Tag dem Gärtnerberufe treu. Auf einen der Söhne werden wir zurückkommen.

Joachim’s ältester Sohn, Martin Friedrich Adolph, geboren 1811, züchtete aus dem gewöhnlichen Erfurter Blumenkohl den so hoch geschätzten Erfurter Zwergblumenkohl und auch die übrigen sind als „Dreienbrunnengärtner“ d. i. Gemüsegärtner, rühmlichst bekannt und waren stets unablässig auf die vervollkommnung der Gemüsesorten bedacht. Besonders der zweite Sohn Franz Anton, geboren 1814.

Einer anderen Linie der selben Familie gehören zwei Gärtner an, von denen Christian in Mühlhausen sich ein Arbeitsgebiet geschaffen hat, der andere aber Johann Nicolaus, Teilhaber der Handelsgärtnerei Haage & Schmidt, vor einigen Jahren auf einer Reise in den Schweizer Alpen verunglückte. Ausgerüstet mit seltener Energie, mit Leib und Seele seinem Berufe ergeben, eingeweiht in die Technik des Gartenbaus, sowie in die Forderungen und Bedingungen eines gedeihlichen Samen- und Pflanzenhandels, zählte er zu den tüchtigsten seiner Berufsgenossen.

Wir kommen auf einen der Söhne des älteren Johann Nicolaus zurück, auf Friedrich Adolph. Derselbe wurde 1796 geboren. Nachdem er von 1811 bis 1814 bei dem damaligen Hofgärtner Johann Heinrich Seidel im Orangeriegarten zu Dresden, die Gärtnerei erlernt, trat er in die Reihe der freiwilligen Jäger und machte den Feldzug nach Frankreich mit. Nach dem Frieden wurde er von seinem Onkel Franz Anton Haage während einiger Jahre beschäftigt. 1822 begründet er sein eigenes Geschäft. Es war ein Gärtchen von ca. ½ Morgen, das er zu seinem Zwecke erpachtete und indem er die ersten schwachen Fäden anknüpfte, die er in späteren Verbindungen mit rastloser Tätigkeit über ganz Deutschland und Europa und über das Meer hinaus spannte. Aber die ersten Früchte seiner jugendlichen Strebsamkeit wurden durch ein Hagelwetter fast gänzlich zerstört, und nur einer zähen Ausdauer, wie der junger Anfänger sie besaß, konnte es gelingen, in wenigen Jahren das verlorene wiederzugewinnen und neue Erfolge zu erringen. Bald war er im Stande, ein größeres Grundstück zu erwerben und seine Kulturen zu vermehren und zu erweitern.

Schon im ersten Jahrzehnt seiner handelsgärtnerischen Tätigkeit kultivierte er mit großer Vorliebe Cacteen und erwarb sich ein seltene Kennerschaft. Seine Sammlung wurde endlich die größte und vollständigste Europa’s. Einen anderen Gegenstand der aufmerksamsten Kultur bildeten Levkoyen, Goldlack, Astern und andere Florblumen, und eine reiche Frucht, dieses Teiles, der Bestrebungen Friedrich Adolph Haage’s erblicken wir in vielen Racen und Farbenvarietäten, die von ihm zum Teil erzogen, zu einem anderen verbreitet wurden. Aber auch von Warm- und Kalthauspflanzen wurde in Haage’schen Etablissement eine reiche und gute Auswahl kultiviert und manche wertvolle Novität fand von hier aus ihren Weg in die Gärten Europa’s. Haage’s erstes Samenverzeichnis wurde 1824 ausgeben. Es enthielt einen Anhang über damals populär gewordene Pflanzen. Interessant ist es, den damaligen Bestand des Georginensortiments mit dem heutigen zu vergleichen. Von „immer gefüllt kommenden“ Varietäten werden aufgeführt: formosa purpurea, formosa rosea, rubra fistulosa. Aber „nur in fetter Erde und gehöriger Feuchtigkeit“ entwickeln folgende gefüllte Blumen: lutea, lutea semiplena, coccinea, lilacina, rosea, sulphurea.
Gewann durch die vorbildliche Wirksamkeit Fr. Ad. Haage’s der Handelsgärtnerische Verkehr an Energie und Ausbreitung, so erwarb er sich als einer der Mitbegründer des Erfurter Gartenbauvereins ein großes Verdienst um die Verallgemeinerung der Liebe zum Gartenbau und um die Verbesserung der Kultur. Dieses Verdienst wurde durch die Aufnahme des ebenso intelligenten, wie praktisch tüchtigen Gärtners in den Vorstand und in späteren Jahren durch seine Ernenung zum Ehrenpräsidenten des Vereins, zum korrespondierenden und Ehrenmitgliede zahlreicher botanischer, pomologischer und Gartenbauvereine Deuschlands und außerdeutscher Länder, endlich auch von der Staatsregierung durch Verleihung eines Ordens anerkannt. Im 60 Lebensjahre stellte sich ein astmatisches Leiden ein, das mit jedem Jahre an Heftigkeit zunahm und auch dem wiederholten Gebrauche der Emser Heilquellen nicht weichen wollte. 1863 erkrankte er so schwer, daß die Ärzte ihn aufgaben. Aber noch einmal lehnte sich die kräftige Natur mit scheinbaren Erfolg gegen den andringenden Tod auf, doch nur für kurze Zeit. Ein neuer kräftiger Anfall rieb den Rest seiner Widerstandskraft auf, aber seiner geistigen Kräfte blieb er mächtig, fast bis zu seinem 1866 erfolgten Ende.

Von seinen drei Söhnen ist Ferdinand der alleinige Inhaber der Firma Friedrich Adolph Haage jun. geblieben.

Ferdinand ist der Vater meines Großvaters Walther Haage gewesen.

  1. bis 2010 sind weitere Generationen bis 1660 in den Archiven gefunden worden []

Haage sorgt für Planetarium in Hamburg

… allein dem Enthusiasmus des Hamburger Lehrers Hans Haage war es zu verdanken, dass nach sechs Jahren auch Hamburg sein Planetarium bekam. Haage stattete damals Schulen mit Lehrmodellen für die Astronomie aus.

So zu lesen bei NDR Online über die Entstehung des Hamburger Planetarium die im Jahr 1925 ihren Anfang nahm und schliesslich im historischen Wasserturm des Stadtteil Winterhude Realität wurde.

Später wurden hier nicht nur Piloten und Seeleute ausgebildet, sondern Reisen durch das All möglich.